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(11.08.2015)

Die SBB investiert im Tessin bis ins Jahr 2020 über 1,5 Mrd. Franken in neue Bahnhöfe, in Rollmaterial und in die Infrastruktur. Im Hinblick auf die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels ist die SBB auf Kurs, die noch zu bewältigenden Projekte sind jedoch anspruchsvoll. SBB CEO Andreas Meyer hat sich heute über die laufenden Projekte informiert und gemeinsam mit Regierungsrat Claudio Zali und dem Luganeser Stadtpräsidenten Marco Borradori die Baustelle im Bahnhof Lugano besucht. Im anschliessenden Panel-Gespräch diskutierte der SBB Chef gemeinsam mit Vertretern der Politik und der Universität Lugano über die Mobilität der Zukunft.


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Ende 2016 nimmt die SBB den Gotthard-Basistunnel in Betrieb. Der längste Eisenbahntunnel der Welt bringt Menschen und Güter im Norden und Süden schneller, zuverlässiger und sicher zusammen. SBB CEO Andreas Meyer hat sich heute über die bedeutenden Projekte informiert; im Bahnhof Lugano hat er über den laufenden Stand und die Perspektiven der Mobilität der Zukunft im Kanton Tessin orientiert.

Genau 300 Tage vor der Eröffnung des Tunnels sind die SBB und die ATG auf Kurs. Der Endspurt ist jedoch anspruchsvoll. Der umgebaute Bahnhof Lugano wird ab Ende 2016 für Kunden und Bevölkerung Luganos in neuem Glanz erstrahlen und als „Terrazza del Ticino“ symbolisch für das zukunftsorientierte und kundenfreundliche Angebot stehen. Ebenfalls im nächsten Jahr bekommt auch Bellinzona – „La porta del Ticino“ – einen neuen Bahnhof mit attraktivem Dienstleistungsangebot. Die SBB investiert rund 200 Mio. Franken in Immobilienprojekte im Tessin Die SBB tätigt auch grosse Investitionen in Bahninfrastruktur, ein kundenfreundliches Angebot, in die Tessiner S-Bahn und die nationale Fahrzeugflotte, insgesamt über 1,5 Mrd. Franken bis 2020.

Technische Anlagen, Flotte und Schulung sind auf Kurs

Für den neuen Gotthardtunnel selbst macht die SBB ihre Flotte für die erhöhten Anforderungen an Personal und Rollmaterial bereit: Sie baut 18 Intercity-Neigezüge, 13 Lokomotiven des Typs Re 460, 119 Intercity-Wagen sowie 179 Strecken- und 15 Rangierlokomotiven von SBB Cargo um. Zudem werden rund 3900 Mitarbeitende geschult, und Anlagen und Bahnhöfe werden auf die Führerstands-Signalisierung ETCS Level 2 umgerüstet. Zu den umfassenden Projektarbeiten gehören auch die Inbetriebnahme zweier neuer elektronischer Stellwerke in Altdorf und Pollegio sowie die neuen Erhaltungs- und Interventionszentren in Erstfeld und Biasca.

Gute Zusammenarbeit mit dem italienischen Partner FS

Die Kooperation mit dem italienischen Partner Ferrovie Dello Stato Italiane (FS) ist ebenfalls aus gutem Weg. Anlässlich eines Treffens zwischen Michele Mario Elia, CEO der FS Gruppe, und Andreas Meyer Ende Juni in Mailand haben beide Partner die Fortschritte in den gemeinsamen Projekten bestätigt. Elia hat nochmals betont, dass der italienische Abschnitt der Strecke Mendrisio – Varese (ab Stabio) per Ende 2017 in Betrieb genommen werden kann.

Schrittweise Verbesserung der Angebotsqualität

Die schrittweise Verbesserung der Angebotsqualität für alle Kunden auf der Gotthardachse wird ab nächstes Jahr spürbar sein. Mit der Eröffnung des Ceneritunnels und des 4-Meter-Korridors ab 2020 wird die integrale Flachbahn Realität. SBB Cargo profitiert von mehr Kapazität und täglich mehr Verbindungen. Zudem wird es möglich sein, mit rund 750 Meter langen Güterzügen auf der Nord-Süd-Achse zu fahren.

Um die volle Angebotskapazität des GBT und CBT ausnützen zu können, sind Bauarbeiten auf den Zulaufstrecken entlang der Gotthardachse notwendig. Diese Bauarbeiten werden ab 2017 zu kleineren Kapazitätsengpässen im Bahnbetrieb führen. Im Regionalverkehr wird es zu punktuellen Angebotseinschränkungen kommen, welche zu Verspätungen in Minutenbereich führen werden. Die Auswirkungen auf Angebot und Kunden werden so gering wie möglich gehalten, etwa durch provisorische Weichen oder Busersatze sowie durch gute Kundeninformation und Kundenlenkung.

Mit der Eröffnung des neuen Gotthardtunnels 2016 und des Ceneritunnels 2020 steigt das Angebot auf der Schiene markant an. Flexible Lebens- und Arbeitsformen und die weiter steigende Mobilitätsnachfrage auf Schiene und Strasse sowohl im Tessin als auch in der übrigen Schweiz führen dazu, dass sich das Wachstum nicht allein mit Ausbauten bewältigen lässt – technologische Innovationen sind gefragt und eine smarte Mobilität (siehe Kasten).

Smarte Mobilität und «Metrò Ticino» als Vision
Für die SBB ist die smarte Mobilität der Schlüssel zur Entwicklung des Mobilitätssystems Schweiz, wie SBB CEO Andreas Meyer an einer Podiumsdiskussion ausführte. Die neue Generation von Kunden nutzt die Fahrt im öffentlichen Verkehr, um unterwegs zu arbeiten, einzukaufen, sich zu informieren oder sich zu unterhalten - auch in sozialen Netzwerken. Verschiedene Verkehrsträger wie Bahn und Bus, Carsharing oder das Velo werden heute wie selbstverständlich kombiniert. Technologische Entwicklungen werden die Mobilität der Zukunft fundamental beeinflussen. Selbstfahrende Fahrzeuge beispielsweise können künftig Teil des öffentlichen Individualverkehrs werden. Zudem werden Bahnhöfe zu Verkehrsknoten der kombinierten Mobilität.

Die SBB ist bei Innovationsgeschwindigkeit und Agilität im Wettbewerb um Mobilitätsdienstleistungen gefordert. Um künftige Entwicklungen und Trends noch besser zu kennen und entsprechende Erkenntnisse abzuleiten, hat die SBB in den vergangenen Jahren die Zusammenarbeit mit Hochschulen wie ETH, EPFL und der HSG verstärkt.

Laut Prof. Rico Maggi von der Universität Lugano wird sich die Eisenbahn in der Mobilität der Zukunft wesentlich verändern. Auch der Tessiner Regierungsrat Claudio Zali ist überzeugt, dass die Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels zu einem Qualitätssprung im Tessiner S-Bahn-System führen wird. Der Regionalverkehr zwischen Lugano, Bellinzona und Locarno wird sich zu einer «Metrò Ticino» entwickeln.

Marco Borradori, Stadtpräsident von Lugano, sieht im Ausbau des neuen Bahnhofs Lugano und der Anbindung der Standseilbahn Ferroviaria FLP an die Stadt Lugano gute Aussichten und Perspektiven für die Entwicklung der kombinierten Mobilität im gesamten Sottoceneri.

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