ERFA und NEE wollen enger zusammenarbeiten
Die Verbände European Rail Freight Association (Brüssel) und Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (Berlin) sondieren die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit. Das Ziel der Organisationen ist es, die Marktöffnung im Schienenverkehr noch schlagkräftiger zu unterstützen.
Ramsauer: EU-Mittel für die Eisenbahnstrecke Stelle-Lüneburg
Die EU-Kommission hat Mittel für den dreigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Stelle - Lüneburg in Niedersachsen bewilligt.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: "Das sind gute Nachrichten. Der Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Hamburg - Hannover ist sehr wichtig. Der bislang zweigleisige Abschnitt zwischen Stelle und Lüneburg ist ein Engpass, der dringend beseitigt werden muss."
Hermann bedauert Abkehr von der Neigetechnik auf der Gäubahn
Mit großem Bedauern hat Verkehrsminister Hermann auf die Ankündigung der Deutschen Bahn reagiert, dass der Einsatz von ICE-Zügen mit Neigetechnik auf der Gäubahn nicht mehr vorgesehen ist. „Das Land hat sich in den letzten Jahren vielfach und nachdrücklich für die Rückkehr der Neigetechnik eingesetzt. Denn bisher sind wir davon ausgegangen, dass sich nur damit zu Auto und Flugzeug wirklich konkurrenzfähige Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Zürich erreichen lassen. Es ist daher für alle Beteiligten, insbesondere auch für die Fahrgäste sehr enttäuschend, dass die jahrelangen Bemühungen der Deutschen Bahn und ihrer Fahrzeuglieferanten, die technischen Probleme der Neigetechnik zu beheben, bislang ohne Erfolg geblieben sind, zumal das bislang verfolgte Konzept für den punktuellen Streckenausbau auf den Neigetechnikfahrplan ausgerichtet ist.", sagte Hermann am Montag in Stuttgart nach einem Gespräch mit Herrn Bertold Huber, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. Hermann wies darauf hin, dass es unter diesen Bedingungen für den Bund außerordentlich schwierig sein dürfte, seine Verpflichtungen gegenüber der Schweizerischen Eidgenossenschaft aus dem Vertrag von Lugano zu erfüllen, der für die Linie Stuttgart-Zürich unter Einsatz der Neigetechnik eine Fahrzeit von 2 ¼ Stunden avisiert.
Projektbeirat stimmt weiteren Schritten beim Ausbau der Rheintalbahn zu
Zum geplanten Ausbau der Rheintalbahn von zwei auf vier Gleise hat der Projektbeirat heute in Stuttgart grünes Licht für die weiteren Schritte in zwei von sechs Bereichen (Kernforderungen 3 und 4) gegeben. Der Bau der sogenannten Bürgertrasse im Markgräflerland und zusätzlicher Lärmschutz bei der Güterzugumfahrung von Freiburg wurde von dem Gremium aus Bundes- und Landesverkehrsministerium, Landräten, Kommunalvertretern und Bürgerinitiativen einstimmig befürwortet.
Der VöV begrüsst die Entscheide der Verkehrskommission des Nationalrats zu FABI
Der Verband öffentlicher Verkehr VöV begrüsst die am 20.02.2013 in der Verkehrskommission des Nationalrats gefällten Entscheide zur Bahninfrastruktur-Vorlage FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur). Der VöV ist erfreut, dass die Gesamtsumme des ersten Ausbauschrittes rund 6,4 Milliarden Franken betragen soll. FABI in diesem Umfang bringt schweizweit den grössten Nutzen für den öffentlichen Verkehr und damit für den Standort
Schweiz.
VRS: Stuttgart 21 braucht klare Finanzierungszusagen
„Die Übernahme von Kostensteigerungen oder die Beteiligung an einem Risikotopf für Stuttgart 21 sind keine Themen der Region", hat Regionalpräsident Thomas S. Bopp heute nach dem Gespräch mit DB-Infrastrukturvorstand Dr. Volker Kefer betont. Die Sprechklausel wurde im Finanzierungsvertrag zwischen der Deutschen Bahn und dem Land vereinbart. Deshalb ist die Region Stuttgart nicht Ansprechpartnerin für Mehrkosten. Wie vertraglich mit dem Land fixiert, beteiligt sich der Verband Region Stuttgart an Stuttgart 21 mit einem Festbetrag von 100 Millionen Euro.
KVF-NR setzt starkes Zeichen für den öffentlichen Verkehr
Die «Allianz JA zur Initiative für den öffentlichen Verkehr» nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die nationalrätliche Verkehrskommission einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr will. Sie verabschiedete ein umfassendes Paket zum Ausbau des Schienennetzes. Hingegen bedauert die Allianz die Zurückhaltung der Kommission gegenüber der Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr».
EVG und verdi: Verweigerungshaltung von „National Express Deutschland“ kritisiert
EVG und verdi üben gemeinsam harsche Kritik an „National Express Deutschland". Das Unternehmen will in absehbarer Zeit in den Busfernlinienverkehr oder den ÖPNV einsteigen. Bislang ist aber offen, auf welcher Grundlage die Beschäftigten entlohnt werden sollen.
BAG-SPNV: Wettbewerber der DB AG stärker als erwartet
Immer weniger Bieter nehmen an den Wettbewerbsverfahren der Besteller des Nahverkehrs teil, und es entsteht ein Oligopol von Staatsbahnen, das bei den regionalen Bestellern höhere Preise und eine geringere Qualität der Verkehrsleistungen durchsetzen kann. In der Folge können die Aufgabenträger weniger Züge bestellen, es gibt keine neuen Fahrzeuge mehr, die Züge werden unpünktlicher, und es gibt weniger Fahrgäste. So sah das Szenario der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV) für den Wettbewerb im SPNV vor einem Jahr aus.
SEV: Einführung der öV-Karte kritisch begleiten
Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals steht der geplanten öV-Karte kritisch positiv gegenüber. Sie hat aber klare Erwartungen an die Einführung; insbesondere dürfen die Berufsbilder dadurch nicht abgewertet werden.
Die technische Entwicklung ist eine Realität, die sich auch bei den Fahrausweisen im öffentlichen Verkehr nicht aufhalten lässt. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV stellt sich deshalb nicht grundsätzlich gegen die Einführung der öV-Karte. Sie beurteilt diesen Prozess speziell aus der Sicht des betroffenen Personals: des Zugspersonals und des Verkaufspersonals.
«Der SEV wird die Einführung der öV-Karte kritisch begleiten, aber wir knüpfen daran klare Bedingungen», betont SEV-Präsident Giorgio Tuti. Der SEV wird keinen Stellenabbau akzeptieren, der durch die öV-Karte bedingt ist.
«Unser zentrales Anliegen ist, dass die Berufe dadurch nicht abgewertet werden», ergänzt Tuti. Die Kundinnen und Kunden sind weiterhin auf kompetente Beratung und Unterstützung an den Verkaufsstellen und in den Zügen angewiesen. «Die Automatisierung bei den Fahrausweisen darf nicht zu einer Enthumanisierung des öffentlichen Verkehrs führen», fasst Tuti die Einstellung des Verkehrspersonals zusammen.